Hanvon B10: Das Windows-Büro als Tablet-PC
Mit dem B10 hat Hanvon den Windows-7-PC nachgebildet und auf Tablet-Form gebracht. Ideal für alle Geschäftsreisenden, die Tablets lieber mögen als Laptops und trotzdem auf ihre Anwendungen auf und die volle Funktion von Windows 7 nicht verzichten wollen.
Die meisten Tablets benutzen ein eigenes mobiles Betriebssystem. Das liegt zwar häufig in der Natur der Sache, weil Tablets und Smartphones eine andere Herangehensweise erfordern als die Steuerung mit Keyboard und Maus. Nachteil ist allerdings, dass andere Betriebssysteme andere Anwendungen erfordern, die oft nicht kompatibel mit Windows-PCs, für den Anwender mindestens aber ungewohnt in der Bedienung sind. Hanvon hat den Versuch gewagt, Windows 7 Home Premium auf ein 10,1-Zoll-Tablet zu bringen. Der Versuch gelingt.
Über zwei USB-Anschlüsse lassen sich Maus und Tastatur anschließen, obwohl die vorgesehene Bedienung via Touchscreen und virtueller Softtastatur natürlich auch möglich ist. Eigenschaften wie eine 250-GB-Festplatte (kein Flash-Speicher) und ein 1,3-GHz-Intel-Celeron-Prozessor mit 2 GB Arbeitsspeicher erinnern eher an einen PC. So ist es denn auch möglich, die gewohnte Software darauf zu installieren, entweder per Web oder USB-Stick, ohne auf App-Stores angewiesen zu sein.
Wem es also hauptsächlich darauf ankommt, unterwegs in der gewohnten Windows-Umgebung zu arbeiten, für den ist das Hanvon B10 eine echte Alternative. Einbußen gibt es dafür beim Entertainment-Faktor. Natürlich lassen sich auf der 1024 x 600 Pixel hohen Auflösung gut Filme anschauen, kaufen kann man sie aber nicht über einen integrierten Marktplatz. Tester bescheinigten dem Gerät einen schlechten Klang, der vom häufig anspringenden Kühler noch weiter verschlechtert wird. Das B10 verfügt zwar über WLAN, steht allerdings in keiner 3G-Version zur Verfügung. Dafür gibt es einen integrierten Kartenleser und eine 1,3-Megapixel-Frontkamera für Videotelefonie.
Hanvon zielt mit diesem mobilen Büro also ganz auf Geschäftsreisende ab und lässt sich das Vergnügen mit Preisen um 750 Euro auch entsprechend bezahlen.
( Text: J.V. )
Mehr Infos: http://www.microsoft.com/de-de/default.aspx