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Archos: Tablets für jeden Geschmack

22. November 2010

Archos begegnet dem Tablet-Trend auf eine ganz eigene Art: Weil noch niemand genau weiß, welche Größe die Kunden eigentlich bevorzugen, stellt der französische Hersteller seine Internet Tablets gleich in fünf Bildschirmgrößen vor: mit 2,8 Zoll, 3,2 Zoll, 4,3 Zoll, 7,0 Zoll oder 10,1 Zoll. Alle funktionieren mit der aktuellen Version 2.2 (“Froyo”) von Googles mobilem Betriebssystem Android. Vor allem bei den Preisen trumpft Archos dabei mächtig auf: das kleinste Modell ist unter 100 Euro zu haben, das größte unter 300 Euro.

Das Archos 28 ist das kleinste der fünf Modelle mit 2,8 Zoll Bilddiagonale. Der Name ist dabei jeweils Programm. Das nächstgrößere Modell Archos 32 misst 3,2 Zoll, das Archos 43 misst 4,3 Zoll und so weiter. Mit dem 2,8-Zoll-Bildschirm mutet das Archos 28 wie ein gewöhnliches Touchscreen-Handy an, hat aber tatsächlich keinen Mobilfunkchip eingebaut. Es dient als Mediaplayer, auch wenn nur 4 oder – gegen Aufpreis – 8 GB Speicher eingebaut sind. Mit seiner App-Fähigkeit und der Möglichkeit über WLAN ins Internet zu gehen, erinnert das Archos 28 in erster Linie an Apples iPod touch, ist jedoch deutlich kleiner.

Besser gelingt der Vergleich mit dem iPod touch dem mit rund 150 Euro leicht teureren und größeren Archos 32. Archos verkauft es als Internet Tablet mit digitalem Camcorder dank der eingebauten Videokamera. Videos sollen sich in HD-Qualität abspielen lassen. Das interne Mikro erlaubt über ein entsprechendes Android-App auch das Telefonieren über VoIP, auch wenn das von Archos nicht vorgesehen ist. Von Haus aus sind 8 GB Speicher verbaut. Ein Mobilfunkchip zum Mobiltelefonieren oder unterwegs Surfen fehlt leider ebenso wie beim Archos 28.

Bis auf Größe und Speicher (hier 16 GB) unterscheidet sich das Archos 43 nicht wesentlich vom Archos 32. Der integrierte Camcorder soll allerdings mit 720p und damit – je nach Definition – in HD-Qualität aufnehmen. Den iPod touch schlägt er in Sachen Bilddiagonale, nicht aber bei der Auflösung (Archos 43: 854 x 480 Pixel, iPod touch: 960 x 640 Pixel). Das Archos 43 kostet knapp 200 Euro.

Keins der Geräte hat einen Mobilfunkchip

Das Archos 70 in der Größe des Samsung Galaxy Tab verfügt wahlweise über einen 8-GB-Flashspeicher, die sich über eine Micro-SD-Karte erweitern lässt, oder eine 250-GB-Festplatte. Der 7-Zoll-Bildschirm hat eine Auflösung von 800 x 480 Pixeln. An Bord ist zwar kein Camcorder, dafür aber eine Front-Kamera für Videotelefonate. Doch auch hier verzichtet Archos wieder auf einen Mobilfunkchip. Das Archos 70 kostet 250 Euro in der Version mit 8 GB Flash und 300 Euro in der Version mit der 250-GB-Festplatte.
Größtes Modell der aktuellen Serie schließlich ist das Archos 101 mit 10,1 Zoll Bilddiagonale. Auch hier verzichtet Archos auf einen Mobilfunkchip, dafür sind ein eingebautes Mikrofon und eine Frontkamera mit an Bord. Der Speicher ist je nach Wunsch 8 oder 16 GB groß und lässt sich mit einer Micro-SD-Karte aufrüsten. Archos platziert das Tablet als Entertainment-Konsole und wirbt mit dem Slogan “Alles was Sie brauchen, um Ihren PC zu ersetzen”. Die 8-GB-Version kostet 300 Euro, die 16-GB-Variante 350 Euro.

Archos hat hier sehr interessante Produkte vorgestellt, die in den unteren Klassen aber eher leicht aufgemotzte MP3-Player mit Touchscreen sind. Schade ist Archos’ Direktive, bei allen Geräten auf Mobilfunk zu verzichten. So stellt sich die Frage, wo, außer zu Hause oder in der Hotellobby, man die Tablets überhaupt benutzen soll. Technisch sind die Geräte ansonsten sehr gut bestückt und auch optisch angenehm. Für alle, denen ein MP3-Player zu langsam ist und die auf ein Smartphone trotzdem lieber verzichten wollen.  (Artikel: J.V. )

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